EHRENMEDAILLE
Ein Film von Peter Călin Netzer - Kinostart 03. Mai 2012
Bukarest,
1995. Herr Ion lebt seit sieben Jahren mit einer Schuld, die seine Frau und
sein Sohn ihm nicht verzeihen können. An der Seite seiner ihn böse
anschweigenden Gattin versucht er, in diesem emotionalen Vakuum einen halbwegs
normalen Alltag aufrechtzuerhalten. Mit der Vergangenheit alleingelassen, ist
er vergeblich bemüht, sich und die anderen von seinem guten Willen zu
überzeugen. Ganz unverhofft jedoch bietet sich die große Chance auf
Wiedergutmachung in Form einer Ehrenmedaille, die die Regierung Ion für
Verdienste im Zweiten Weltkrieg verleiht.
Zunächst ist der alte Mann irritiert, weil er sich keiner Heldentat bewusst ist. Doch die Aussicht auf Anerkennung und die nachträgliche Glorifizierung seiner Vergangenheit, die so schwer auf ihm lastet, macht Ion erfinderisch. Retrospektiv deutet er eine Episode aus seiner Soldatenzeit zur kriegsentscheidenden List um und beginnt, sich die Geschichte selbst zu glauben. Sein neugewonnenes Selbstvertrauen sorgt dafür, dass nach und nach das sprichwörtliche Eis zwischen den Eheleuten und dem in Kanada lebenden Sohn zu tauen beginnt. Als der Selbstbetrug aufzufliegen droht, klammert sich Ion verzweifelt an seine Medaille, unfähig zu erkennen, dass allein die Überwindung seiner Sturköpfigkeit die Familie wieder vereinen kann.
In Călin Peter Netzers neuem Film steht ein Vater im Mittelpunkt, der verzweifelt um Anerkennung und um die Beziehung zu seinen Nächsten ringt. Dem Regisseur gelingt, ganz im Stil der neuen rumänischen Welle, ein rührendes und zutiefst menschliches Drama, voller subtiler Beobachtungsgabe und feinem Humor.
Trailer:
https://vimeo.com/41411228
Zunächst ist der alte Mann irritiert, weil er sich keiner Heldentat bewusst ist. Doch die Aussicht auf Anerkennung und die nachträgliche Glorifizierung seiner Vergangenheit, die so schwer auf ihm lastet, macht Ion erfinderisch. Retrospektiv deutet er eine Episode aus seiner Soldatenzeit zur kriegsentscheidenden List um und beginnt, sich die Geschichte selbst zu glauben. Sein neugewonnenes Selbstvertrauen sorgt dafür, dass nach und nach das sprichwörtliche Eis zwischen den Eheleuten und dem in Kanada lebenden Sohn zu tauen beginnt. Als der Selbstbetrug aufzufliegen droht, klammert sich Ion verzweifelt an seine Medaille, unfähig zu erkennen, dass allein die Überwindung seiner Sturköpfigkeit die Familie wieder vereinen kann.
In Călin Peter Netzers neuem Film steht ein Vater im Mittelpunkt, der verzweifelt um Anerkennung und um die Beziehung zu seinen Nächsten ringt. Dem Regisseur gelingt, ganz im Stil der neuen rumänischen Welle, ein rührendes und zutiefst menschliches Drama, voller subtiler Beobachtungsgabe und feinem Humor.
Trailer:
https://vimeo.com/41411228